Unterrichtsgang in den Wald (3. Klasse)

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In der dritten Jahrgangsstufe steht im Heimat- und Sachunterricht das Thema "Wald" schon bald nach Schuljahresbeginn im Mittelpunkt. Im Herbst zeigt sich der Wald mit Blättern und Früchten meist von seiner schönsten Seite und lädt nach ausführlicher Behandlung im Unterricht zu einem Unterrichtsgang in die freie Natur ein. So gehen viele dritte Klassen mit reichlich Wissen über Baumarten, Aufbau und Funktion des Waldes und die Tierwelt als Abschluss und Höhepunkt mit einem Förster vor Ort in den Wald.

So marschierte an einem neblig-kühlen Dienstag, den 12.11.13, die Klasse 3b mit ihrer Klassleiterin Frau Huber und Frau Schreiner in den Stadtwald auf der Grün, wo sie von Förster Peter Lechner und seinem jungen Förstershund "Bosco" schon erwartet wurden. Zunächst durften die Kinder unter Beweis stellen, wie viele Baumarten sie gegenüber bekannter Automarken nennen können und übertrumpften sich dabei gleich selbst. Nach kurzer Wegstrecke konnten die Schülerinnen und Schüler das Prinzip Wintervorrat testen und selbst "Eichhörnchen" spielen: Jeder bekam drei Nüsse oder Kastanien, die gut im Unterholz versteckt werden mussten. Am Ende des Unterrichtsganges jedoch sollte jeder mindestens seine drei Vorräte wiederfinden können.

Weiter ging's "quer-wald-ein", wo die Aufgabe lautete: "Sammle drei besonders lange Tannenzapfen!" Als die Länge der gesammelten Zapfen nach ein paar Minuten verglichen wurde, dämmerte einzelnen Kindern schließlich die eigentliche Lösung dieser Scherz-Aufgabe: Wir können ja gar keine Tannenzapfen finden, da diese wie Kerzen auf den Tannenzweigen stehen und nur schuppenweise abfallen!

Die gesammelten Objekte wurden dann noch zu einem kleinen sportlichen Wettbewerb verwendet, worauf eine Brotzeit-Pause folgte. Kurz wurde die Ruhe unterbrochen, als ein Hase in großem Bogen um die Klasse herum durchs Unterholz jagte, was aber den Förstershund "Bosco" zunächst nicht sonderlich interessierte. Er hatte Meister Lampe erst gar nicht bemerkt, was aber noch auf seine Unerfahrenheit im Wald zurückzuführen war, wie Herr Lechner erklärte.

Anhand von Postern und beeindruckenden Objekten (siehe Bild) wurde das Wissen der Kinder noch erweitert. Schließlich ging die ganze Klasse schon etwas verfroren weiter zum Tümpel des Stadtwaldes, wo mitgebrachte Fragen gestellt werden durften. Herr Lechner gab kompetent Auskunft, bevor sich alle langsam auf den Rückweg machten. Kurz vor Beendigung des Unterrichtsganges hob Herr Lechner mit dem Spaten noch ein großes Stück Waldboden aus, das durch genaues Hinschauen, Tasten und Riechen genauer inspiziert wurde.

Schließlich mussten die "Eichhörnchen" noch ihre Vorräte wiederfinden, was den meisten gut gelang - die Kinder hätten also als Eichhörnchen keine Überlebensprobleme gehabt. Nun hieß es mit einem kleinen Präsent Abschied nehmen und pünktlich zum Schulschluss waren alle wieder zurück an der Schule, mit etwas kalten Nasen, aber um einige Erfahrungen zum Thema Wald reicher.

Für Walddetektive im Winter gibt es auf einer Seite des Bayerischen Rundfunks noch mehr zu entdecken!

Oder wer möchte im Walderlebniszentrum Grünwald zum richtigen Wald-Experten werden?